Vereinsgeschichte – Erfahren Sie mehr!

Veröffentlicht am1. Januar 2012 » 1223 Views»

Die Erfolgsjahre 1968-1989

In Lübtheen gibt es Ringkampfsport seit 1968. Damals hat der ungarische Ringer

Csaba Matrahazi, der seinen Wohnort nach Lübtheen verlegt hatte, diese in der mecklenburgischen Kleinstadt bislang unbekannte Sportart ins Leben gerufen.

Bald stellten sich die ersten Erfolge ein, die Lindenstadt entwickelte sich rasch zu einer Ringerhochburg und zum offiziellen Nachwuchszentrum des Leistungssports.
Die talentiertesten Aktiven reichte man zur Leistungskaderschmiede Leipzig weiter, um auch international mitsprechen zu können so wie zum Beispiel den späteren Jugendweltmeister Andre Backhaus oder Junioreneuropameister Heiko Geffke.
Ab 1976 verlegte das Trainer – Duo Matrahazi und Helmut Stahl, einer der nach Leipzig delegierten und inzwischen heimgekehrten Lübtheener Ringer, seine Tätigkeit in die mit viel Eigenarbeit errichteten Ringerhalle, eine Trainings – und Wettkampfstätte mit optimalen Bedingungen.

Die in der Zeit 1969 – 1990 erkämpften 21 DDR-Meistertitel im Schüler – und Jugendbereich sowie 9 Einzelsiege bei der Zentralen Spartakiade, einer Leistungsschau der damaligen DDR- Nachwuchssports, 13 Meistertitel bei der sog. kleinen DDR-Meisterschaft demonstrieren die Erfolgsserie der Lübtheener Ringer.

1983/84 Seniorenmannschaft – H. Stahl, D, Compas, R. Osnowski, J.-P. Sieversten, H. Sieversten, A. Peters, M. Schmidt, B. Wolschke, U. Schwenck, T. Heinke, J. Meier, C. Matrahazi, D. Susemihl, T. Schmal

Schwerer Neuanfang

        Kampfgemeinschaft mit dem WAC Hamburg

In den Jahren 1990 und 1991 begann eine schwere Zeit für den Ringkampfsport in Lübtheen.

Die Ringerhalle wurde den trainierenden kurzfristig entzogen, der hauptberufliche Trainer gekündigt und die finanzielle Unterstützung stark beschnitten. Die beiden Lübtheener Sportvereine schlossen sich zum Lübtheener SV Concordia zusammen.

In dieser Zeit übernahm Jens-Peter Sievertsen, einer der erfolgreichsten Lübtheener Ringer, den Hauptteil der ehrenamtlichen Trainingsarbeit und gewann dazu noch weitere Mitstreiter wie Bert Compas, Manfred Raschke und Mathias Lenz. Eine Stütze des Vereins war in den ersten Jahren nach der Wende die Männermannschaft.
Da in Mecklenburg-Vorpommern noch kein Ligasystem aufgebaut war, wurde eine Kampfgemeinschaft mit der Ringerabteilung des Wandsbeker – Athleten Clubs aus Hamburg gegründet, die zwischen 1991 – 1993 für Aufsehen im Norden sorgte.

                     Dirk Compas in Aktion

Seit 1994 kämpfen die Lindenstädter als eine eigenständige Mannschaft in Landes- und Regionalligen des Ringerbundes.
Auch die Bedingungen für die Nachwuchsarbeit haben sich wesentlich verbessert.
Grundlage dafür ist ein regelmäßiges wöchentliches Training. Das traditionelle Frühjahrsturnier wurde ab 1994 wieder belebt und entwickelt sich seither zur festen Größe im Wettkampfkalender. So waren im Jahr 2003, 117 Sportler aus 18 Vereinen zur Veranstaltung angereist.
Jährlich finden wieder Schulmeisterschaften statt, um Talente für den Ringkampfsport zu finden.
Die zielstrebige Jugendarbeit wies bald ihre ersten Erfolge im Land Mecklenburg-Vorpommern auf, die im Jahre 2001 durch einen Deutschen Meistertitel belohnt worden ist.

v. l.: D. Compas, C. Matrahazi, J-P. Sievertsen, T. Meinck, D. Susmihl, M. Raschke, M. Lenz, D. Reu, B. Compas, T. Schmal, T. Compas, R. Osnowski

Vereinsgründung

1996 entschieden sich die Ringer zur Gründung eines eigenen Vereins.

Die Ringerabteilung löste sich 1997 aus dem Lübtheener Sportverein Concordia heraus und gründete den Ringerverein Lübtheen e. V., in dem ihre eigenen Interessen besser gebündelt und die Sportarbeit effektiver gestaltet werden. Als Vorsitzender wurde Dirk Susemihl, einer der erfolgreichen früheren Aktiven einstimmig gewählt. Seit 2002 verfügt der Verein auf dem Gelände der Grundschule (Breitscheidstraße 30) über eine eigene Trainingsstätte die, wenn auch unter bescheidenen Verhältnissen, den stationären Trainingsbetrieb ermöglicht. Als ideale Wettkampfstätte erweist sich dagegen die neu errichtete Mehrzweckhalle der Stadt Lübtheen.

Der Erfolgstrainer Csaba Matrahazi

1968 legte Csaba Matrahazi in Lübtheen den Grundstein für den Ringkampfsport und machte die Sektion mit den zahlreichen Erfolgen auf nationaler aber auch internationaler Ebene zu einem der erfolgreichsten Sportvereine der Region mit einem hohen Bekanntheitsgrad auch über die Landesgrenzen hinaus.

Dirk Susemihl (l.) und Csaba Matrahazi (r.)

Als Sektionsleiter im Duo mit dem späteren Trainer Helmut Stahl waren die Jahre 1968-1989 die Erfolgreichsten des Vereins.
1997 kam dann die Zeit der Neuorientierung und es wurde der Ringerverein Lübtheen gegründet. Die Verantwortung für den Verein wurde nun durch Sportler getragen, die selbst bei Csaba Matrahazi und Helmut Stahl den Ringkampf lernten.

Ab 1997 führte Csaba Matrahazi erfolgreich die Finanzgeschäfte des Vereins bevor er sich auf eigenen Wunsch 2005 zurückzog um sich mehr seinem zweiten Hobby, den Sprachen und dem Reisen zu widmen. Als beratendes Mitglied mit der großen Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten Ringkampfsport ist seine Meinung stets wichtig und gefragt.

Für die bisher geleistete Arbeit im Verein und im Ringkampfsport sprechen wir ihm großen Dank und Anerkennung aus und hoffen auf noch viele Jahre gemeinsames interessantes Training in unserer Trainingsstätte, wo er regelmäßig anzutreffen ist (natürlich dann, wenn er nicht in der Welt umher reist).

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