Auch ohne Medaille gut verkauft

Veröffentlicht am28. April 2016 » 754 Views»

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verfasst von Thomas Willmann – Schweriner Volkszeitung

Mit einem sechsten Platz kehrten die Ringer der Kampfgemeinschaft (KG) RV Lübtheen von der deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Jugend aus dem saarländischen Riegelsberg zurück. „Auf Grund des Vorjahresergebnisses (dritter Platz, d.R.) wollten wir schon um die Medaillen mitringen. Leider hatten wir nicht alle an Bord. Dennoch war es eine ganz enge Kiste“, war Uwe Bremer weit davon entfernt, von einer Enttäuschung zu sprechen. Im Gegenteil: Der Präsident des Ringerverbandes MecklenburgVorpommern attestierte seinen Jungs, sich toll verkauft zu haben.

Man müsse den hohen Aufwand berücksichtigen. So eine weite Fahrt lasse sich nicht einfach aus den Knochen schütteln. Außerdem musste der MVNachwuchs mit dem Handicap leben, eine der zehn Gewichtsklassen nicht besetzen zu können (46 kg), was bedeutete, dass man mit minus vier Punkten in jeden Kampf ging.

Für die KG starteten wieder junge Ringer aus Torgelow, Lübtheen und Greifswald. Die Demminer, die eigentlich auch dazu gehören, stellten diesmal keinen Aktiven. „Man hat gemerkt, dass dem ein oder anderen doch noch die Erfahrung auf diesem Niveau gefehlt hat“, wertete Bremer aus und hatte dabei gleich die erste Runde im Blick. Gegen die Auswahl des SV Luftfahrt Ringen aus Berlin musste man sich knapp mit 17:20 geschlagen geben. „Läuft es bei nur einer der Punktniederlagen anders herum, hätte es schon für uns gereicht.“ Kaum zu überbieten war die Spannung beim anschließenden Vergleich mit der WKG WeitenauWieslet. Am Ende hieß es 15:14 für Lübtheen. Gegen den späteren Vizemeister WKG Pausa/Plauen war man keineswegs so chancenlos, wie es das 11:20 vermuten lässt. „Wir haben in den unteren Gewichtsklassen jeweils nach Führung zwei blöde Niederlagen kassiert.“ Durch ein ziemlich souveränes 20:15 gegen den Bundesliganachwuchs vom KSV Köllerbach ging es für die MVAuswahl im abschließenden Platzierungskampf gegen den KSV Winzeln um den fünften Rang. Auch hier geriet man zu Beginn so deutlich ins Hintertreffen, dass die Aufholjagd in den höheren Gewichtsklassen nicht mehr zur Wende reichte (12:23). Apropos höhere Gewichtsklassen: Die KG RV Lübtheen hatte mit Alexander Ginc (58 kg), Andrej Ginc (69 kg) und Alexander Biederstädt (100 kg) gleich drei Ringer in ihren Reihen, die bei dieser Meisterschaft nicht einen Kampf verloren.

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