Nach erster Enttäuschung machte sich doch Freude brei

Veröffentlicht am29. März 2017 » 843 Views»

verfasst von Thomas Willmann – Schweriner Volkszeitung

Über die Niederlage im kleinen Finale ärgerte sich Luisa Scheel im ersten Moment mächtig. Aber schon mit wenigen Minuten Abstand überwogen bei der jungen Ringerin vom RV Lübtheen doch Stolz und Zufriedenheit. Mit ihrem vierten Platz bei den deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend (13 bis 17 Jahre) lag sie deutlich über den Erwartungen. Schließlich bekam es die noch 13-Jährige im nordrheinwestfälischen Bönen in ihrer Gewichtsklasse bis 56 kg mit teilweise wesentlich älteren und erfahreneren Konkurrentinnen zu tun.

Luisa gelang ein Auftakt nach Maß. Sie zeigte sich Mariam Schöne (SV GW Weißwasser) klar überlegen, zwang ihre Trainingskameradin an der Sportschule in Frankfurt/Oder auf die Schultern. Als schon rein körperlich zu stark erwies sich die spätere deutsche Meisterin Anastasia Blayvas (KFC Leipzig). Von der Schulterniederlage unbeeindruckt, erkämpfte die junge Lübtheenerin anschließend zwei relativ sichere Punktsiege gegen Anne Voigt (Eisenhüttenstädter RC) und Cheyenne Jilke (KVA Remseck). Sehr zur Freude von Jana und Robert Scheel. Luisas Eltern fieberten wieder von der Tribüne aus mit. „Gefühlt stehst du immer selbst mit einem Bein auf der Matte“, sprach Vater Scheel von einer sehr emotionalen Angelegenheit. Entsprechend litt er mit, als seine Tochter im kleinen Finale gegen Alina Gola (TSV Kandern) einen Angriff zum Bein ihrer Kontrahentin startete, abgefangen wurde und wenig später auf den Schultern landete.

„Mit ihrem tollen Ergebnis hat Luisa gegenüber dem neunten Platz im Vorjahr einen schönen Sprung nach vorne gemacht“, freute sich Robert Scheel und wagte mit einem Augenzwinkern einen Blick nach vorne: „Im nächsten Jahr sind die deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend in Warnemünde. Mal sehen, vielleicht geht da ja sogar noch mehr.“

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